Amann Studios ™

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Tonstudio – Christoph Amann

live recording session #180

Saturday, 17.11.12

Bernadette ZEILINGER - Blockflöte(n)

Lisa ULLÉN – Klavier
Nina POLASCHEGG - Kontrabass



BERNADETTE ZEILINGER
In freien Improvisationen öffnet Bernadette Zeilinger mit ihren Blockflöten Türen zu neuen Räumen. Sie erschafft eine Welt von Klängen und Stimmungen, die durch ihren ureigenen Charakter verzaubern. Ihre Konzerte sind Reisen, deren Wege und Ziele sich aus dem Moment ergeben. Für das Publikum, aber auch die Künstlerin selbst, erschließt sich die Musik immer wieder neu und einzigartig.

Nach ihren Universitätsabschlüssen in Pädagogik und Blockflöte in Wien studierte Bernadette Zeilinger  in Basel bei Fred Frith und Alfred Zimmerlin Improvisation und absolvierte ihr Masterkonzert
mit Auszeichnung. Eine wichtige Inspirationsquelle für sie ist das Spielen mit vielen verschiedenen MusikerInnen im Rahmen ihrer internationalen Konzerttätigkeit. Unter anderem mit Franz Hautzinger, Burkhard Stangl, John Butcher und Michael Zerang.
2009 gewann sie beim Wettbewerb der IGNM Österreich einen Preis für ihren Radio-Werbespot für Neue Musik.
Bernadette Zeilinger spielt sowohl in spontanen Formationen als auch in solchen, die sich in jahrelanger Zusammenarbeit zu einem eigenständigen Charakter herauskristallisiert haben, wie LORBER, Einfach Drei, Sabs und Spektrophonie.
Als Künstlerin ist ihr der Kontakt zwischen verschiedenen kreativen Feldern wichtig, was sich unter anderem in der Zusammenarbeit mit TänzerInnen, SchauspielerInnen und MalerInnen manifestiert. Ebenfalls ein Anliegen ist ihr der Austausch mit anderen Kulturen.

soundcloud.com/bernadettezeilinger

ULLÉN/POLASCHEGG
“Ich traf die schwedische Pianistin Lisa Ullén erstmals im April 2012 beim Perspectives Festival in Västeras. Lisa war für eine der beiden Hälften kuratorisch verantwortlich, programmierte interessante Konzerte und spielte selbst in ihrem Duo mit Nina de Heney, einer energiegeladenen, hervorragenden Kontrabassistin. Im Juni, ich weilte gerade mit Bass für vier Wochen im Visby international Centre for Composers, trafen wir uns in Stockholm zur Session in ihrem Proberaum. In Österreich war Lisa Ullén zuletzt Ende September bei den Limmitationes im Burgenland zu hören gewesen. Ihr Spiel vereint Energie und Ruhe, Konkretes und Abstraktes, Einflüsse aus Jazz, neuer Musik und Experiment.
Im Zusammenspiel wird es eher um Abstraktion gehen, um Prozesse, Energien, Brechungen.”

www.disorder.se
www.myspace.com/lisaullen

LISA ULLÉN, pianist/composer
Born Seoul Korea, grew up in the north of Sweden, now based in Stockholm.
Graduated in 1986-1990 from the Royal Academy of Music, Stockholm and has also studied jazz and improvisation at Chapel Hill NC USA and electroacoustic music at EMS (Electro Accoustic Studio of Sweden).
Is a strong voice on the improvise scene in Sweden. Besides her collaborations as leader
she also has worked with dancers, music drama, opera, chamber music, artists, theater etc. and released several discs.
2011 she released her first solo cd Catachresis on Nuscope recordings (USA).
She has recently been the curator/producer of the international festival Perspectives festival for creative music.
She has been supported and rewarded by the Swedish Arts Council, the Society of Swedish Composers, Swedish Arts Grant, and the Royal Musical Academy.

NINA POLASCHEGG, Kontrabass
Kontrabass spielende (Rundfunk)Musikpublizistin und Musikwissenschaftlerin. Lebt in Wien.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Beschäftigung mit (freier) Improvisation, komponierter zeitgenössischer Musik, elektronischer Musik und Jazz. Als Kontrabassistin improvisiert sie vor allem frei, gelegendlich spielt sie aber auch komponierte zeitgenössische Musik und widmete sich einige Jahre der historisch informierten Aufführungspraxis Alter Musik.

(Unvollständige) Überlegungen zum Improvisieren:
Wie lassen sich konkrete Klänge integrieren, ohne zu zitieren? Wie lässt sich Zitieren als loser Verweiszusammenhang verstehen? Wie kann über lose Verweise Neues, Anderes entstehen? Wie lassen sich Klänge in Geräusche transformieren und umgekehrt? Welche klanglichen und strukturellen Entwicklungen und Prozesse können aus solchen Transformationen entstehen? Welche Rolle spielen dynamische und energetische Veränderungen?

Kontinuierliche Prozesse und Brüche, Irritationen verursachende Impulse.
Als ferner (?) Hintergrund: die Klanggebung der „Alten Musik“.
Musik als dialektischer Prozess.

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